Weil sie Deutsche sind  – Luftangriff vom 31.07.1943 auf Remscheid

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Mit dem Ziel, den deutschen Widerstand zu brechen und Deutschland für immer zu demütigen, ordnete Churchill, ein Mann, der Deutschland zutiefst verachtete, den totalen Bombenkrieg gegen das Reich an. Es begann eine Vernichtung deutscher Städte von ungekannter Brutalität, die unendliches Leid und Grauen für die Deutschen bedeutete.

„Ich will keine Vorschläge hören, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können; ich will Vorschläge hören, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können.“ Churchill

Remscheid ist eine Stadt im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen, die für ihre metallverarbeitende Industrie bekannt ist. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg mehrmals von den Alliierten bombardiert, aber der schwerste Angriff ereignete sich in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 1943, als britische Bomber die Stadt in Schutt und Asche legten. Dieser Angriff war Teil der sogenannten “Schlacht um die Ruhr”, einer fünfmonatigen Luftoffensive gegen das industrielle Herz des Deutschen Reiches.

Der Angriff

Am 30. Juli 1943 wurde um 23.30 Uhr der Luftalarm für das Remscheider Stadtgebiet gegeben1. Nach der Bombardierung unserer Bergischen Nachbarstädte in den Wochen und Monaten zuvor sollte nun auch Remscheid das Ziel der Bomberbände werden2. Am frühen 31. Juli 1943 erreichten die Flugzeuge unsere Stadt. In knapp drei Stunden zerstörten 295 Tonnen Sprengbomben und 483 Tonnen Brandbomben das, was zuvor von Generationen erschaffen worden war1. Der von deutschem Boden durch das NS-Regime entfesselte Weltkrieg erreichte auch unsere Stadt1.

Die Folgen

1.063 Menschen verloren in dieser Nacht ihr Leben1. Zahllose Verletzte waren zu beklagen. Zahllose Bürger verloren ihr Obdach, Hab und Gut1. Als die Morgendämmerung anbrach, offenbarte sich ein Bild der Zerstörung, des Schreckens und des Grauens, das sich über die Remscheider Innenstadt gelegt hatte1. Über sieben Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Frieden, Freundschaft und Freiheit sind heute scheinbar selbstverständlich. Aber die Erinnerung an die Nacht des 30. auf den 31. Juli 1943 hilft zu begreifen, dass scheinbar Selbstverständliches vergehen kann, wenn es nicht immer wieder bewusst bewahrt und erneuert wird1. Die Opfer – unter ihnen Bürger, verschleppte Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene – mahnen uns, für Frieden, für Toleranz und für Verständigung einzutreten1.

Das Gedenken

Jedes Jahr findet am Jahrestag des Luftangriffs eine Gedenkveranstaltung im Ehrenhain Reinshagen statt, wo ein Mahnmal an die Opfer erinnert1. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz lädt alle Remscheider ein, der Opfer in Stille zu gedenken1. Auch andere Initiativen wie die [Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit] oder die [Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes] organisieren Gedenkaktionen und Veranstaltungen zum Thema. Die Stadt Remscheid hat zudem eine [Online-Ausstellung] erstellt, die die Geschichte des Luftangriffs und seiner Folgen dokumentiert.

Die Quellen

Dieser Artikel basiert auf folgenden Quellen:

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