Katastrophen der Menschheit: Tanklastzugunglück von Los Alfaques (“Tarragona”) 25.08.1978

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Katastrophen sind keine Zufälle. Sie sind das Ergebnis einer fatalen Kette von Ereignissen, die durch menschliches und technisches Versagen ausgelöst werden. Oft sind es kleine Fehler oder Nachlässigkeiten, die sich zu einer großen Krise aufschaukeln. Manchmal sind es auch bewusste Entscheidungen oder Risiken, die sich als fatal erweisen. In jedem Fall sind Katastrophen eine Herausforderung für die Menschheit, aus ihnen zu lernen und sie zu vermeiden. Denn Katastrophen haben nicht nur materielle Folgen, sondern auch emotionale und soziale. Sie können ganze Lebenswelten zerstören und tiefe Traumata hinterlassen.

Das Tanklastzugunglück von Los Alfaques war eine der schlimmsten Katastrophen in der Geschichte Spaniens und Europas. Es passierte am 11. Juli 1978, als ein Tanklastzug mit 23 Tonnen Propen, einem brennbaren Flüssiggas, auf der Nationalstraße N-340 an einem Campingplatz vorbeifuhr. Der Tank war überladen und defekt und platzte plötzlich mit einem lauten Knall.

Das ausströmende Gas bildete eine riesige Wolke, die sich über den Campingplatz ergoss und sich an den vielen Gaskochern entzündete. Eine gewaltige Feuerwalze schoss durch die Luft und verwandelte den Campingplatz in ein Inferno. Die Flammen erreichten Temperaturen von über 1000 Grad Celsius und verbrannten alles, was ihnen in den Weg kam. Menschen, Tiere, Fahrzeuge, Zelte – nichts blieb verschont.

Die Urlauber hatten keine Chance zu entkommen. Viele von ihnen starben sofort oder wurden schwer verletzt. Einige versuchten verzweifelt, ins Meer zu flüchten, aber auch dort gab es keine Rettung. Das brennende Gas setzte das Wasser in Brand und erzeugte eine tödliche Hitzewelle unter der Oberfläche. Andere ertranken in Panik oder wurden von Haien angegriffen, die von dem Blut angelockt wurden.

Die Explosion war so heftig, dass sie kilometerweit zu hören und zu sehen war. Die Anwohner und andere Urlauber waren schockiert und hilflos. Es dauerte fast eine Stunde, bis die ersten Rettungskräfte eintrafen. Sie fanden ein Bild des Grauens vor: verkohlte Leichen, schreiende Überlebende, brennende Trümmer.

Die Feuerwehr hatte Mühe, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Sanitäter versorgten die Verletzten so gut sie konnten und brachten sie in umliegende Krankenhäuser. Viele von ihnen litten unter schweren Verbrennungen und mussten speziell behandelt werden.

Das Tanklastzugunglück von Los Alfaques forderte insgesamt 217 Todesopfer und mehr als 400 Verletzte. Es war das schlimmste Unglück dieser Art in Europa und eines der schlimmsten weltweit. Es löste eine große Anteilnahme und Trauer aus, sowohl in Spanien als auch in Deutschland und anderen Ländern. Es führte auch zu einer Verschärfung der Sicherheitsvorschriften für den Transport von Gefahrgut und zu einer Verbesserung der Notfallpläne für solche Situationen.

Das Unglück wurde auch zum Gegenstand mehrerer Bücher, Filme und Dokumentationen123. Es hinterließ tiefe Spuren in der Erinnerung der Überlebenden und der Angehörigen der Opfer. Noch heute gibt es eine Gedenkstätte am Campingplatz Los Alfaques1, wo jedes Jahr am 11. Juli eine Schweigeminute abgehalten wird.

Tanklastzugunglück von Los Alfaques – Wikipedia. (2023, April 5). Abgerufen am 5. August 2023, von [Wikipedia].

Tanklastzugunglück von Los Alfaques – Wikiwand. (o. J.). Abgerufen am 5. August 2023, von [Wikiwand].

Los Alfaques disaster – Wikipedia. (2023, April 6). Abgerufen am 5. August 2023, von [Wikipedia].

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