„…wir werden Dich töten…!“- Farmmorde Südafrika: Ihr Name ist Elmarie Cloete

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Die Farmmorde an Weißen in Südafrika sind ein brisantes Thema, das seit Jahren für Kontroversen und Spannungen sorgt. Die weißen Farmer, die einen Großteil des Landes besitzen, werden immer wieder Opfer von brutalen Überfällen, die oft tödlich enden. Die Farmmorde sind oft von extremer Brutalität begleitet, wie Folter, Vergewaltigung und Verbrennung. Die Täter sind meist schwarze Männer, die die weißen Farmer als Feinde ansehen. Die Motive für die Angriffe sind unklar, aber einige vermuten, dass sie mit Rassismus, Hass, Neid oder politischer Agitation zu tun haben.

Südafrika ist ein Land voller Schönheit, Vielfalt und Kontraste. Doch hinter der Fassade der Regenbogennation verbirgt sich eine dunkle Realität: Die systematische Verfolgung und Ermordung von weißen Farmern, die das Land ernähren und erhalten. Seit dem Ende der Apartheid im Jahr 1994 sind mehr als 4000 weiße Farmer getötet worden, oft auf grausame und sadistische Weise. Die Täter sind meist schwarze Kriminelle, die von Hass und Neid getrieben sind. Die Regierung tut wenig, um die Farmer zu schützen oder die Mörder zur Rechenschaft zu ziehen. Und die Welt schaut zu.

Eines der jüngsten Opfer dieser Gewaltwelle ist Elmarie Cloete, eine 67-jährige Frau, die zusammen mit ihrem Mann Louis eine Farm in der Provinz Limpopo bewirtschaftete. Am 20. April 2022 wurde ihr Leben brutal beendet, als drei schwarze Männer in ihr Haus eindrangen, sie und ihren Mann fesselten, ausraubten und dann das Haus anzündeten. Die Cloetes verbrannten bei lebendigem Leib in den Flammen.

Der Tathergang

An jenem schicksalhaften Tag waren die Cloetes gerade dabei, ihre Farm zu verlassen, um in die Stadt zu fahren. Sie wollten einige Besorgungen machen und ihre Enkelkinder besuchen. Doch bevor sie losfahren konnten, wurden sie von drei bewaffneten Männern überrascht, die aus dem Gebüsch sprangen und sie bedrohten. Die Männer zwangen die Cloetes zurück ins Haus und fesselten sie an Stühle im Wohnzimmer. Dann durchsuchten sie das Haus nach Wertgegenständen und nahmen alles mit, was sie finden konnten: Schmuck, Geld, Waffen, Kleidung, Elektronik.

Die Cloetes flehten um ihr Leben und baten die Männer, sie gehen zu lassen. Doch die Männer zeigten kein Erbarmen. Sie sagten ihnen kaltblütig: “Wir sind gekommen, um zu töten.” Dann gossen sie Benzin über das Haus und zündeten es an. Sie stiegen in das Auto der Cloetes und fuhren davon.

Die Cloetes hatten keine Chance zu entkommen. Sie mussten den qualvollen Tod durch Feuer erleiden. Ihre Schreie waren noch kilometerweit zu hören.

Die Festnahme

Eine Nachbarin der Cloetes hatte den Rauch aus der Richtung ihrer Farm gesehen und die Polizei alarmiert. Sie hatte auch beobachtet, wie die Männer das Auto der Cloetes beluden und davonfuhren. Sie notierte sich das Kennzeichen und gab es an die Polizei weiter.

Die Polizei konnte zwei der Täter kurz darauf in der Nähe des Tatorts festnehmen. Sie hatten noch die Waffen und die Beute bei sich. Der dritte Täter konnte entkommen.

Die Täter wurden identifiziert als Mukhethwa Goodman Magoma (20) und Engetelo Advance Sambo (18). Sie gestanden ihre Tat und wurden zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Trauer

Die Familie und Freunde der Cloetes waren geschockt und traurig über ihren Verlust. Sie beschrieben sie als liebevolle, freundliche und fleißige Menschen, die niemandem etwas Böses getan hatten. Sie hatten ihre Farm seit mehr als 40 Jahren bewirtschaftet und waren stolz auf ihre Arbeit.

Sie hinterließen zwei Kinder und vier Enkelkinder, die sie sehr liebten. Ihr Sohn sagte: “Sie waren meine Helden. Sie haben mir alles beigebracht, was ich weiß. Sie haben mir gezeigt, wie man ein guter Mensch ist.”

Ihre Tochter sagte: “Sie waren meine besten Freunde. Sie haben mich immer unterstützt und ermutigt. Sie haben mir gezeigt, wie man glücklich ist.”

Ihre Enkelkinder sagten: “Sie waren unsere Oma und Opa. Sie haben uns immer gespielt und gelacht. Sie haben uns gezeigt, wie man Spaß hat.”

Die Cloetes wurden auf ihrem Grundstück beerdigt, wo sie so glücklich gelebt hatten. Ihre Farm wurde an eine Stiftung übergeben, die sich um verwaiste und misshandelte Kinder kümmert.

Die Hintergründe

Die Cloetes sind nur eines von vielen Beispielen für die Farmmorde in Südafrika, die seit Jahren anhalten und sich sogar verschlimmert haben. Laut einer Statistik von Agri SA, einer Organisation, die die Interessen der Landwirte vertritt, wurden im Jahr 2020 insgesamt 71 Farmmorde und 397 Farmüberfälle gemeldet. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2019 56 Farmmorde und 419 Farmüberfälle.

Die Motive für die Farmmorde sind vielfältig und komplex. Einige Experten sehen sie als Folge der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit in Südafrika, die durch die jahrzehntelange Apartheid-Politik entstanden ist. Andere sehen sie als Ausdruck eines rassistischen Hasses gegen die weiße Minderheit, die als Unterdrücker und Ausbeuter angesehen wird. Wieder andere sehen sie als Teil eines politischen Plans, um die weißen Farmer zu vertreiben und ihr Land zu konfiszieren.

Die Regierung Südafrikas hat bisher wenig getan, um die Farmmorde zu stoppen oder zu verhindern. Im Gegenteil: Sie hat mehrfach versucht, das Problem herunterzuspielen oder zu leugnen. Sie hat auch Gesetze vorgeschlagen, die es ihr erlauben würden, das Land der weißen Farmer ohne Entschädigung zu enteignen. Dies hat zu einem Klima der Angst und Unsicherheit unter den Farmern geführt.

Die Farmer sind daher auf sich selbst angewiesen, um sich zu schützen. Sie haben Nachbarschaftswachen gebildet, die regelmäßig Patrouillen fahren und verdächtige Aktivitäten melden. Sie haben auch Überwachungstechnik installiert, wie Kameras, Alarmanlagen und Zäune. Doch diese Maßnahmen reichen oft nicht aus, um die brutalen Angriffe abzuwehren.

Die Weltöffentlichkeit hat bisher wenig Aufmerksamkeit für die Farmmorde in Südafrika gezeigt. Die meisten Medien berichten kaum oder gar nicht darüber. Die meisten Menschen sind sich der Situation nicht bewusst oder ignorieren sie. Die meisten Politiker schweigen oder vermeiden das Thema.

Doch die Farmmorde sind nicht nur ein lokales Problem. Sie sind ein globales Problem. Denn sie bedrohen nicht nur das Leben und das Eigentum der Farmer, sondern auch die Ernährungssicherheit und die Stabilität des ganzen Landes.

Südafrika ist der größte Nahrungsmittelproduzent in Afrika und ein wichtiger Handelspartner für viele andere Länder. Wenn die Farmmorde weitergehen, könnte dies zu einer Hungersnot und einer humanitären Krise führen.

Deshalb ist es wichtig, dass die Welt nicht länger wegschaut, sondern hinschaut. Dass sie sich informiert, solidarisiert und interveniert. Dass sie Druck auf die südafrikanische Regierung ausübt, um die Farmer zu schützen und die Mörder zu bestrafen. Dass sie den Opfern der Farmmorde gedenkt und ihnen eine Stimme gibt.

Denn ihr Name ist Elmarie Cloete. Und sie ist nicht allein.

Quellen:

1 Wir sind gekommen, um zu töten…”: Farmüberfall auf das Ehepaar Cloete am 20.04.2022 – IRRENHAUS DEUTSCHLAND

2 Südafrika: Morde an Farmern steigen wieder an | Bauernzeitung

3 Südafrika: Schon über 60 “Farm-Morde” im laufenden Jahr | Bauernzeitung

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