Weil sie Deutsche sind  – Der dritte Berliner Feuersturm vom 10.04.1945

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Mit dem Ziel, den deutschen Widerstand zu brechen und Deutschland für immer zu demütigen, ordnete Churchill, ein Mann, der Deutschland zutiefst verachtete, den totalen Bombenkrieg gegen das Reich an. Es begann eine Vernichtung deutscher Städte von ungekannter Brutalität, die unendliches Leid und Grauen für die Deutschen bedeutete.

„Ich will keine Vorschläge hören, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können; ich will Vorschläge hören, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können.“ Churchill

Berlin im Bombenhagel

Zwischen 1940 und 1945 wurde Berlin von Hunderten von Luftangriffen der Alliierten getroffen, die die Stadt in Schutt und Asche legten. Die Bomben zerstörten viele historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten, lösten Feuerstürme aus und töteten Zehntausende von Zivilisten. Die Luftangriffe demoralisierten die Bevölkerung, die in Angst und Not lebte oder aus der Stadt floh. Berlin wurde zum Symbol des Kriegsendes und des Untergangs.

Der Berliner Feuersturm vom 10. April 1945

Berlin, die Hauptstadt des Dritten Reichs, war im April 1945 eine Stadt im Belagerungszustand. Die Rote Armee stand vor den Toren der Stadt und bereitete sich auf die finale Schlacht um Berlin vor. Die Alliierten flogen weiterhin Luftangriffe auf die Stadt, um die deutsche Verteidigung zu schwächen und die Moral der Bevölkerung zu brechen. Die Stadt war schon von den vorherigen Angriffen schwer getroffen worden, vor allem von dem verheerenden Angriff vom 3. Februar 1945, der einen Feuersturm ausgelöst und etwa 25.000 Menschen getötet hatte.

Aber der schlimmste Angriff stand noch bevor. Am 10. April 1945 flogen mehr als 600 britische Bomber der Royal Air Force einen nächtlichen Angriff auf Berlin. Sie warfen etwa 1.500 Tonnen Bomben ab, darunter Sprengbomben, Brandbomben und Phosphorbomben. Die Bomben fielen vor allem auf die Bezirke Tiergarten, Charlottenburg, Schöneberg und Kreuzberg. Die Sprengbomben zerstörten die Gebäude und öffneten die Dächer für die nachfolgenden Brandbomben, die zahlreiche Brände auslösten. Die Phosphorbomben erzeugten eine grelle weiße Flamme, die schwer zu löschen war und sich an allem festsetzte, was sie berührte.

Die Flammen fraßen sich durch die Straßen und Häuserblocks und erzeugten einen gewaltigen Feuersog, der alles in sich hineinriss. Ein Feuersturm entstand, ein Phänomen, das bei sehr starken Bränden auftreten kann, wenn die heiße Luft nach oben steigt und einen starken Luftzug erzeugt, der mehr Sauerstoff zu den Flammen bringt. Dadurch entsteht ein selbstverstärkender Feuerwirbel, der enorme Temperaturen und Zerstörungskraft erreichen kann.

Die Menschen, die sich in den Kellern versteckt hatten, erstickten oder verbrannten. Diejenigen, die versuchten zu fliehen, wurden von der Hitze oder dem Rauch getötet oder von herabfallenden Trümmern erschlagen. Viele suchten verzweifelt nach Wasser oder stürzten sich in den Landwehrkanal oder den Spreebogen. Die Flugzeuge flogen in mehreren Wellen über die Stadt und ließen keine Pause für die Rettungskräfte oder die Flak. Die deutsche Luftabwehr war weitgehend machtlos gegen die Übermacht der Angreifer. Die deutschen Jagdflugzeuge waren entweder zu wenige oder zu spät zur Stelle.

Der Angriff dauerte etwa zwei Stunden, bis die letzten Flugzeuge den Raum Berlin verließen. Die Stadt war ein Inferno aus Rauch und Feuer. Die Bilanz war erschütternd: Nach offiziellen Angaben wurden etwa 12.000 Menschen getötet und 40.000 verletzt. Etwa 80.000 Wohnungen wurden zerstört oder beschädigt, was etwa einem Zehntel des gesamten Wohnungsbestandes entsprach. Viele öffentliche Gebäude wie das Schloss Charlottenburg, das Rathaus Schöneberg oder das Technische Rathaus wurden schwer beschädigt oder vernichtet. Auch viele kulturelle und historische Denkmäler wie das Schiller-Denkmal, das Siegesdenkmal oder das Denkmal für die Märzgefallenen litten unter dem Bombenhagel.

Der Angriff vom 10. April 1945 war der letzte große Luftangriff auf Berlin im Zweiten Weltkrieg. Er war einer der schwersten und folgenreichsten für die Stadt und ihre Bewohner. Er markierte das Ende einer Ära und den Beginn einer neuen, die von Kriegsende, Teilung und Wiederaufbau geprägt war. Er hinterließ tiefe Narben in der Stadtlandschaft und im kollektiven Gedächtnis der Berliner. Er war ein Zeugnis der Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges, aber auch der Widerstandskraft und des Überlebenswillens der Menschen.

Quellen:

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