Brutaler Farmmord bei Ottosdal- 79-jähriger Großvater nach Messerattacke tot aufgefunden 

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  1. Dezember 2025

Ein besonders grausamer Farmmord hat die ländliche Gemeinde rund um Ottosdal in der südafrikanischen Provinz Nordwest erschüttert. Der 79-jährige Piet van der Merwe wurde auf einer Farm nahe der Kleinstadt wiederholt mit Messern attackiert und tödlich verletzt. Der Angriff ereignete sich am Samstagnachmittag, als der Senior mutmaßlich Einbrecher auf frischer Tat ertappte und daraufhin brutal überfallen wurde. 

Nach Angaben der Familie lebte Piet van der Merwe allein in einem Rondavel auf derselben Farm, auf der auch sein Sohn Francois mit seiner Familie wohnt. Während Francois, seine Ehefrau Amanda und ihre Tochter am Samstagvormittag außer Haus waren, verschafften sich die Täter offenbar Zugang zum Wohnhaus der Familie. Als die Hunde auf dem Grundstück unaufhörlich bellten, wurde Piet aufmerksam und begab sich zum Haus seines Sohnes, um nach dem Rechten zu sehen. Dort traf er mutmaßlich auf die Eindringlinge, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Stunden im Haus aufgehalten haben sollen. 

Die Täter überwältigten den 79-Jährigen vor dem Haus und stachen mindestens sieben Mal auf seinen Rücken ein. Zusätzlich erlitt er eine Stichverletzung am Hals. Ermittler gehen davon aus, dass mehrere Messer verwendet wurden, darunter auch Steakmesser aus dem Haushalt der Familie. Einige der Messer wurden später beschädigt aufgefunden, wobei sich Klingen und Griffe voneinander gelöst hatten. Die Angreifer bedeckten das Gesicht des Opfers mit einem Tuch, raubten ihm die Hausschlüssel und setzten anschließend ihre Plünderung fort. 

Als Amanda van der Merwe am Nachmittag gegen 16:20 Uhr gemeinsam mit ihrer Tochter zur Farm zurückkehrte, um ein Golfcart abzustellen, entdeckte sie den leblosen Körper ihres Schwiegervaters auf dem Rasen vor dem Haus. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen. Piet van der Merwe erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. 

Die Täter entwendeten zahlreiche Gegenstände, darunter Fleisch, Lebensmittel, alte Mobiltelefone, eine Messersammlung der Enkelin sowie eine Schusswaffe des Opfers samt Munition. Zudem beluden sie das Fahrzeug der Familie mit Diebesgut, rissen die Nummernschilder ab und versuchten zu fliehen. Offenbar scheiterten sie jedoch an der Bedienung des Automatikfahrzeugs, prallten gegen eine Mauer und ließen das Auto zurück. Anschließend flüchteten sie zu Fuß. Nach Einschätzung der Familie handelte es sich um eine Gruppe von etwa vier Personen, die das Diebesgut teilweise in einer kommunalen Mülltonne verstauten. 

Die Polizei leitete umgehend Ermittlungen wegen Mordes und schweren Raubes ein. Bislang wurden keine Verdächtigen festgenommen. Der Fall reiht sich in eine Serie gewaltsamer Übergriffe auf Farmen in Südafrika ein, die insbesondere in ländlichen Regionen immer wieder für Angst und Unsicherheit sorgen. Der Mord an Piet van der Merwe verdeutlicht erneut die Brutalität, mit der solche Taten häufig ausgeführt werden, sowie die Verwundbarkeit älterer Menschen in abgelegenen Gebieten. 

Piet van der Merwe war ein zurückhaltender Mann, der vor seiner Pensionierung als Flugzeugmechaniker gearbeitet hatte. Er führte ein ruhiges Leben und war in der Gemeinde bekannt als jemand, der handwerklich begabt war und vieles selbst reparieren konnte. Eine private Trauerfeier fand am 6. Dezember auf der Farm statt. Der Verstorbene wurde bereits eingeäschert. 

Der Mordfall von Ottosdal wirft erneut Fragen zur Sicherheit auf südafrikanischen Farmen auf und unterstreicht die Herausforderungen für Strafverfolgungsbehörden, solche Verbrechen aufzuklären und zukünftige Taten zu verhindern. 

 

Quellen 

  • Maroela Media: Ottosdal-plaasmoord | Oupa herhaaldelik gesteek, vir dood gelaat Maroela Media 
  • Südafrikanische Polizei (SAPS): Offizielle Angaben zum Mordfall Ottosdal Maroela Media 
  • Maroela Media – ergänzende Berichterstattung zum Fall Maroela Media 

 

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