Weil sie Deutsche sind  – Luftangriff vom 30.09.1944 auf Bielefeld

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Mit dem Ziel, den deutschen Widerstand zu brechen und Deutschland für immer zu demütigen, ordnete Churchill, ein Mann, der Deutschland zutiefst verachtete, den totalen Bombenkrieg gegen das Reich an. Es begann eine Vernichtung deutscher Städte von ungekannter Brutalität, die unendliches Leid und Grauen für die Deutschen bedeutete.

„Ich will keine Vorschläge hören, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können; ich will Vorschläge hören, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können.“ Churchill

Bielefeld war eine der vielen deutschen Städte, die im Zweiten Weltkrieg von den alliierten Bombern angegriffen wurden. Der schwerste Luftangriff fand am 30. September 1944 statt und zerstörte große Teile der Altstadt und forderte 649 Menschenleben1. Es war weder die erste noch die letzte Bombardierung Bielefelds, aber das, was sich an diesem Tag ereignete, ließ wohl keine Zweifel darüber aufkommen, dass der von Goebbels apostrophierte „totale Krieg” in eine Katastrophe größten Ausmaßes führen musste1.

Der erste Luftangriff auf Bielefeld fand am 13. Juni 1941 statt, als britische Flugzeuge die Stadt mit Brand- und Sprengbomben belegten. Dabei wurden vor allem Wohngebiete und öffentliche Gebäude getroffen, wie das Rathaus, das Stadttheater, das Landgericht und mehrere Schulen. 34 Menschen starben bei diesem Angriff2. Die Bielefelder Bevölkerung war schockiert und verängstigt, aber auch wütend auf die „englischen Kindermörder”2. Die Schüler mussten sich an den ständigen Fliegeralarm, den Luftschutz und die Flugabwehr gewöhnen. Viele von ihnen schrieben Aufsätze, Zeichnungen und Fotos über ihre Erlebnisse in den Kriegschroniken der Schulen, die heute im Stadtarchiv Bielefeld liegen2.

Die Luftangriffe auf Bielefeld wurden in den folgenden Jahren immer häufiger und heftiger. Die Alliierten wollten vor allem die Verkehrs- und Industrieanlagen der Stadt zerstören, wie die Eisenbahnbrücken, die Bahnhöfe, die Maschinenfabrik Heidenreich & Harbeck, die Nähmaschinenfabrik Dürkopp oder die Zigarettenfabrik Haus Neuerburg3. Aber auch viele Wohnhäuser, Kirchen, Krankenhäuser und andere Gebäude wurden in Schutt und Asche gelegt. Die Menschen suchten Schutz in Kellern, Bunkern oder auf dem Land. Viele verloren ihr Hab und Gut oder ihre Angehörigen. Die Stadtverwaltung versuchte, die Schäden zu beseitigen und die Versorgung zu sichern, aber die Lage wurde immer aussichtsloser3.

Der 30. September 1944 war der schlimmste Tag in der Geschichte Bielefelds. An diesem Tag flogen mehr als 200 amerikanische Bomber einen Angriff auf die Stadt mit dem Decknamen „Operation Flashpoint”. Sie warfen rund 1500 Tonnen Bomben ab, darunter auch viele Phosphorbomben, die einen verheerenden Feuersturm auslösten. Die Altstadt wurde fast vollständig vernichtet. Die Flammen waren so heiß, dass sie das Blei der Kirchenfenster schmolzen. Die Menschen hatten kaum eine Chance zu entkommen. Viele erstickten oder verbrannten in ihren Kellern oder auf der Straße. Die Zahl der Toten wird auf 649 geschätzt, aber es könnten auch mehr gewesen sein1. Der Angriff hinterließ eine Trümmerwüste, aus der nur wenige Gebäude unversehrt hervorragten1.

Nach dem 30. September 1944 gab es noch weitere Luftangriffe auf Bielefeld, aber keiner war so verheerend wie dieser. Am 16. April 1945 erklärten die Alliierten den Luftkrieg für beendet. Am nächsten Tag rückten britische Truppen in die Stadt ein und besetzten sie kampflos3. Der Zweite Weltkrieg war für Bielefeld vorbei, aber seine Folgen waren noch lange spürbar.

Zusammenfassung

Der Artikel beschreibt den schwersten Luftangriff auf Bielefeld im Zweiten Weltkrieg am 30. September 1944, bei dem große Teile der Altstadt zerstört wurden und 649 Menschen starben. Er gibt auch einen Überblick über die anderen Luftangriffe auf die Stadt, die seit dem 13. Juni 1941 stattfanden, und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung, die Wirtschaft und die Kultur. Er stützt sich dabei auf Quellen aus den Kriegschroniken der Schulen, die im Stadtarchiv Bielefeld liegen, sowie auf andere historische Dokumente. Er zeigt, wie der von den Nazis propagierte „totale Krieg” zu einer Katastrophe für die Stadt und ihre Bewohner führte.

Quellen


: 30. September 1944: Ein Luftangriff zerstört das alte Bielefeld – Historischer RückKlick Bielefeld. https://www.bing.com/search?q=30.+September+1944%3A+Ein+Luftangriff+zerst%C3%B6rt+das+alte+Bielefeld+%E2%80%93+Historischer+R%C3%BCckKlick+Bielefeld

: Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg – Die Bielefelder Kriegschroniken der Schulen – Universität Bielefeld. https://www.bing.com/search?q=Luftangriffe+im+Zweiten+Weltkrieg±+Die+Bielefelder+Kriegschroniken+der+Schulen±+Universit%C3%A4t+Bielefeld

: Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945) – Wikipedia. https://www.bing.com/search?q=Liste+von+Luftangriffen+der+Alliierten+auf+das+Deutsche+Reich+%281939%E2%80%931945%29±+Wikipedia

Bing Abfrage : der schwerste Luftangriff auf Bielefeld im Zweiten Weltkrieg. https://www.bing.com/search?q=der+schwerste+Luftangriff+auf+Bielefeld+im+Zweiten+Weltkrieg

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