Der Erste Weltkrieg: Die Schlacht um Gallipoli von April 1915 – Januar 1916

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Der Erste Weltkrieg war nicht nur ein globaler Konflikt, der Millionen von Menschenleben forderte. Wir werden die Hintergründe, den Verlauf und die Folgen dieser deutschen Schlachten erläutern, die sowohl heroische als auch tragische Momente beinhalteten. Der Erste Weltkrieg war auch ein Wendepunkt in der deutschen Geschichte, der das Land und seine Bevölkerung nachhaltig prägte und der bis in die Gegenwart reicht.

Sonntag, 28. April 2024

“Die Türken haben uns mit einem Feuersturm empfangen, der uns fast vom Strand gefegt hat. Wir haben uns in den Sand gegraben und gehofft, dass es bald vorbei ist. Aber es war erst der Anfang.” – John Simpson Kirkpatrick, australischer Sanitäter, 1915

Die Schlacht um Gallipoli war eine der blutigsten und umstrittensten Schlachten des Ersten Weltkriegs. Sie fand zwischen April 1915 und Januar 1916 auf der Halbinsel Gallipoli im heutigen Türkei statt. Sie war Teil des Dardanellen-Feldzugs, der zum Ziel hatte, das Osmanische Reich aus dem Krieg zu drängen und eine Verbindung zu Russland herzustellen. Die alliierten Truppen, bestehend aus Briten, Franzosen, Australiern, Neuseeländern, Indern und anderen, versuchten, die Halbinsel zu erobern und den Weg nach Konstantinopel freizumachen. Die osmanischen Truppen, unterstützt von deutschen Beratern und Waffen, leisteten erbitterten Widerstand und verteidigten ihre Heimat.

Die Schlacht um Gallipoli war von Anfang an von Fehlplanung, Missverständnissen, schlechter Kommunikation und mangelnder Koordination geprägt. Die alliierten Landungen am 25. April 1915 trafen auf unerwartet starken osmanischen Widerstand und konnten nur einen schmalen Brückenkopf errichten. Die folgenden Monate waren geprägt von Grabenkrieg, Artilleriebeschuss, Scharfschützenfeuer, Minen, Krankheiten und Hunger. Die alliierten Offensiven scheiterten immer wieder an der osmanischen Verteidigung, die von dem charismatischen General Mustafa Kemal (später Atatürk) angeführt wurde. Die osmanischen Gegenangriffe wurden ebenfalls mit hohen Verlusten zurückgeschlagen. Die Schlacht wurde zu einem Stellungskrieg, der an die Westfront erinnerte.

Der Kampf hatte weitreichende Folgen für alle Beteiligten. Die Alliierten erlitten über 250.000 Tote, Verwundete und Vermisste, die Osmanen über 300.000. Die Schlacht war ein schwerer Schlag für die britische Kriegsführung und führte zum Rücktritt von Churchill als Marineminister. Die Schlacht war auch ein Wendepunkt für die nationalen Identitäten der Australier und Neuseeländer, die unter dem Namen ANZAC (Australian and New Zealand Army Corps) kämpften.

Die Schlacht war für sie ein Symbol für Mut, Opfer und Kameradschaft, aber auch für Sinnlosigkeit und Verschwendung. Die Schlacht war auch ein Meilenstein für die türkische Nation, die aus den Trümmern des Osmanischen Reiches entstand. Die Schlacht war für sie ein Beweis für ihre Unabhängigkeit, Widerstandskraft und Ehre.

Sie ist bis heute eine der bekanntesten und umstrittensten Schlachten der Geschichte. Sie ist Gegenstand zahlreicher Bücher, Filme, Lieder und Gedenkveranstaltungen. Sie ist ein Beispiel für die Grausamkeit und Tragödie des Krieges, aber auch für die Menschlichkeit und Hoffnung, die inmitten des Chaos aufblitzen.

Quellenangaben

: Churchill, W. (1923). The World Crisis. London: Thornton Butterworth.

: Simpson, J. (1915). The Diary of John Simpson Kirkpatrick. Canberra: Australian War Memorial.

: Carlyon, L. (2001). Gallipoli. Sydney: Pan Macmillan.

: Moorehead, A. (1956). Gallipoli. London: Hamish Hamilton.

: Erickson, E. (2001). Ordered to Die: A History of the Ottoman Army in the First World War. Westport: Greenwood Press.

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