Blutiges Südafrika – Der gewaltsame Tod des Farmers Robert Stoltz erschüttert Südafrika 

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  1. November 2025

Der gewaltsame Tod des 78-jährigen Farmers Robert Stoltz am 1. Mai 2025 auf seiner Stoffkraal Farm in Roossenekal, Sekhukhune District Municipality, Limpopo, hat die Debatte über die Sicherheit ländlicher Gemeinden in Südafrika erneut entfacht. Stoltz, geboren 1947, lebte allein auf dem Hof, den er von seinem Vater übernommen hatte. Er galt als lebensfroher, herzlicher Mensch, der nach seiner Pensionierung von der kommerziellen Landwirtschaft im Alter von 68 Jahren weiterhin im kleineren Maßstab Landwirtschaft betrieb. 

Nach Angaben der Polizei wurde Stoltz am Abend des 30. April 2025 brutal attackiert. Am Morgen des 1. Mai fand ein Angehöriger die Leiche im Badezimmer des Hauses. Ein Tuch war ihm in den Mund gestopft, er war mit Draht gefesselt und wies schwere Kopfverletzungen auf. Erste Ermittlungen ergaben, dass sein blauer Cherry-Pkw nach der Tat gestohlen und wenige Kilometer entfernt auf der R555 nach Burgersfort verunglückt aufgefunden wurde. Die Umstände deuten auf einen gezielten Überfall hin, doch das genaue Motiv ist bislang unklar. Die Polizei eröffnete ein Mordverfahren und leitete eine großangelegte Fahndung ein. 

Die Familie reagierte mit tiefer Bestürzung. Sein Sohn Rudi Stoltz sprach von einem „Mord in kaltem Blut“ und schilderte die Wut und Verzweiflung der Angehörigen. Robert Stoltz hinterlässt mehrere Kinder, die ihn als liebevollen Vater beschrieben, der stets Lebensfreude ausstrahlte. Die Beisetzung wurde für den 9. Mai angekündigt, nachdem die Autopsie abgeschlossen war. 

Organisationen wie Agri Limpopo verurteilten die Tat scharf und betonten, dass Gewalt gegen Farmer nicht nur Familien zerstöre, sondern auch die Versorgungssicherheit des Landes gefährde. Sprecherin Deidre Carter forderte die Regierung auf, ländliche Sicherheit zur Priorität zu machen und Täter konsequent zu verfolgen. Auch die Freedom Front Plus nahm Stellung und verwies auf die zunehmende Verwundbarkeit ländlicher Gemeinden. Nur wenige Tage nach Stoltz’ Tod wurde eine weitere Attacke auf eine Frau in derselben Region gemeldet, was die Dringlichkeit verstärkter Schutzmaßnahmen unterstreicht. 

Die Polizei in Limpopo, vertreten durch Colonel Malesela Ledwaba, bestätigte die Ermittlungen und rief die Bevölkerung auf, Hinweise zu geben. Bislang wurden keine Verdächtigen festgenommen. Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Farmattacken, die seit Jahren die öffentliche Diskussion über Kriminalität, politische Rhetorik und die Sicherheit von Landwirten prägen. Forderungen nach einer Einstufung von Farmmorden als Prioritätsverbrechen werden lauter. 

Der Mord an Robert Stoltz ist nicht nur eine persönliche Tragödie für seine Familie, sondern auch ein Symbol für die anhaltende Bedrohung, der Landwirte in Südafrika ausgesetzt sind. Die Tat verdeutlicht die fragile Lage ländlicher Regionen, in denen Isolation und mangelnde Polizeipräsenz Täter begünstigen. Während die Ermittlungen weiterlaufen, bleibt die Hoffnung, dass Gerechtigkeit für Stoltz und seine Angehörigen erreicht wird. 

 

Quellen: 

 

 

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