Weil sie Deutsche sind – Das blutige Massaker von Brieg 1945
- November 2025
Als im Januar und Februar 1945 die Fronten des Zweiten Weltkriegs nach Schlesien rückten, wurde die Stadt Brieg (heute Brzeg in Polen) zum Schauplatz einer Tragödie, die sich tief in das kollektive Gedächtnis der deutschen Zivilbevölkerung eingebrannt hat. Nach der Einnahme durch die Rote Armee kam es zu schweren Übergriffen auf die verbliebenen Einwohner. Deutsche Zivilisten, die nicht rechtzeitig fliehen konnten, wurden Opfer von Gewalt, Misshandlungen und gezielten Tötungen.
Die Kämpfe um Brieg begannen Mitte Januar 1945, als die sowjetische Gardepanzerarmee die schlesische Grenze überschritt. Die Stadt war zur Festung erklärt worden, doch die Verteidigung bestand aus schlecht ausgerüsteten Volkssturmeinheiten, Verwundetenkompanien und wenigen regulären Soldaten. Am 6. Februar 1945 fiel Brieg nach erbitterten Gefechten und schweren Zerstörungen zu etwa einem Drittel in sowjetische Hand GenWiki.
Mit dem Einmarsch der Roten Armee begann für die Zivilbevölkerung ein Leidensweg. Zeitzeugenberichte und historische Quellen schildern, dass zahlreiche Einwohner Opfer von Plünderungen, Vergewaltigungen und Erschießungen wurden. Besonders Frauen, Kinder und ältere Menschen, die nicht evakuiert worden waren, gerieten in das Visier der Soldaten. Die Gewaltakte in Brieg stehen im Kontext der dokumentierten sowjetischen Kriegsverbrechen, die in vielen Teilen Ostdeutschlands und Osteuropas verübt wurden Wikipedia.
Nach der Einnahme der Stadt blieb die sowjetische Militärpräsenz über Jahrzehnte bestehen. Brieg wurde zu einem der zentralen Standorte der Roten Armee in Schlesien. Ganze Viertel wurden abgeriegelt, die Bevölkerung lebte neben einer „Parallelwelt“ sowjetischer Kasernen und Einrichtungen. Diese dauerhafte Präsenz verstärkte die Erinnerung an die Ereignisse von 1945 und prägte das Bild der Stadt bis zum Abzug der letzten Soldaten im Jahr 1993 Silesia News.
Die historische Aufarbeitung des Massakers von Brieg ist schwierig, da viele Quellen fragmentarisch sind und die sowjetische Seite lange Zeit keine Dokumente freigab. Dennoch belegen Berichte von Flüchtlingen, Chroniken der Stadt und Untersuchungen zur Besatzungspolitik, dass die Gewaltakte gegen deutsche Zivilisten Teil einer größeren Welle von Repressionen waren, die den Zusammenbruch des Deutschen Reiches begleiteten Bpb.de.
Die Ereignisse von Brieg stehen exemplarisch für das Schicksal vieler schlesischer Städte im Frühjahr 1945. Sie zeigen die Grausamkeit des Krieges, der nicht nur Soldaten, sondern auch unzählige unschuldige Zivilisten das Leben kostete.
Quellen:
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