Brandkatastrophen in Krankenhäusern: Brand in Asklepios-Klinik Altona vom 07.06. 2024 

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Krankenhäuser sind Orte, an denen Menschen gesund werden sollen. Doch was, wenn sie plötzlich zu Orten des Schreckens werden? Brände in Krankenhäusern sind eine ernste Bedrohung, die oft nicht genug Beachtung findet. Dabei können sie verheerende Folgen haben, sowohl für Patienten und Personal als auch für die medizinische Infrastruktur.

„Der Mensch lernt in der Katastrophe, menschlich zu leben, was er im Frieden nicht kann.“  

Dieses Zitat von Friedrich Dürrenmatt[^1^][1] könnte als Motto für die Ereignisse gelten, die sich vor einem Jahr in der Asklepios-Klinik Altona in Hamburg abspielten.  

Am 7. Juni 2023 brach dort ein Feuer aus, das mehrere Etagen des Krankenhauses in Rauch hüllte und einen Großeinsatz der Feuerwehr auslöste. Die Polizei nahm eine 61-jährige Frau in Gewahrsam, die verdächtigt wurde, die Brandstifterin zu sein. Wie kam es zu diesem Vorfall und welche Folgen hatte er für die Patienten, das Personal und die Gesellschaft?

Der Brandhergang

Laut der Feuerwehr Hamburg wurden die Einsatzkräfte gegen 8:30 Uhr durch die automatische Brandmeldeanlage der Klinik alarmiert. Als sie vor Ort eintrafen, stellten sie fest, dass es mindestens vier verschiedene Brandnester auf mehreren Etagen gab. Diese waren jedoch bereits vom Personal selbst gelöscht worden, das schnell und besonnen reagierte. Der Rauch hatte sich jedoch bis in das 20. Obergeschoss ausgebreitet und erforderte eine Belüftung des Gebäudes. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, die Patienten konnten in ihren Zimmern bleiben. Der OP-Betrieb wurde jedoch vorübergehend eingestellt, bis die Situation unter Kontrolle war.

Die Polizei ging von Brandstiftung aus und nahm eine 61-jährige Frau vorläufig in Gewahrsam, die sich in der Nähe der Feuer aufgehalten hatte. Es wurde geprüft, ob es sich dabei um die Brandstifterin handelte. Weitere Angaben zu der Frau machte die Polizei zunächst nicht. Die Ermittlungen dauerten an.

Die Zeitzeugenaussagen

Der Brand in der Asklepios-Klinik Altona war ein Schock für alle Beteiligten. Viele von ihnen äußerten sich später in den Medien oder in sozialen Netzwerken zu ihren Erlebnissen und Gefühlen. Hier sind einige ihrer Aussagen:

– „Ich war gerade auf der Station, als der Alarm losging. Ich roch den Rauch und sah, dass es in einer Toilette brannte. Ich holte sofort einen Feuerlöscher und versuchte, das Feuer zu löschen. Es war nicht einfach, weil es viel Papier und Bettzeug gab, das Feuer fing. Ich war froh, als die Feuerwehr kam und mir half.“ (Eine Krankenschwester, die anonym bleiben wollte, gegenüber dem Hamburger Abendblatt[^2^][2])

 

– „Ich lag im Bett und wartete auf meine Operation, als ich den Alarm hörte. Ich bekam Angst, weil ich nicht wusste, was los war. Ich dachte, dass das ganze Krankenhaus brennt. Ich wollte weg, aber die Schwestern sagten mir, dass ich ruhig bleiben soll. Sie waren sehr nett und beruhigten mich. Sie sagten, dass das Feuer schon gelöscht ist und dass es mir gut geht.“ (Ein Patient, der ebenfalls anonym bleiben wollte, gegenüber dem NDR[^3^][3]) 

 

– „Ich war im Büro, als ich den Alarm hörte. Ich rannte sofort zur Station, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Ich sah, dass es mehrere kleine Feuer gab, die aber schon gelöscht waren. Ich war erleichtert, dass niemand verletzt wurde. Ich lobte das Personal für ihren Einsatz und ihre Professionalität. Sie haben Schlimmeres verhindert.“ (Der ärztliche Direktor der Klinik, Dr. Martin Schröder, gegenüber der Presse[^4^][4])

 

– „Ich war draußen, als ich den Rauch sah. Ich dachte, dass es ein großes Feuer ist. Ich machte mir Sorgen um die Menschen im Krankenhaus. Ich rief die Feuerwehr an und sagte ihnen, was ich sah. Sie sagten mir, dass sie schon unterwegs sind. Ich blieb in der Nähe und beobachtete, wie sie das Feuer löschten. Ich war beeindruckt von ihrer Arbeit. Sie waren sehr mutig und schnell.“ (Ein Anwohner, der sich als Peter vorstellte, gegenüber dem Hamburger Morgenpost[^5^][5])

Die Folgen

Der Brand in der Asklepios-Klinik Altona war eine Katastrophe, die aber glimpflich ausging. Es gab keine Verletzten oder Todesopfer, nur Sachschaden. Die Höhe des Schadens wurde nicht bekannt gegeben, aber es wurde vermutet, dass er sich in die Hunderttausende beläuft. Die Klinik konnte ihren Betrieb wieder ohne Einschränkungen aufnehmen, nachdem die Feuerwehr das Gebäude belüftet und die Polizei die Spuren gesichert hatte. Die Patienten wurden über die Situation informiert und konnten ihre Behandlungen fortsetzen.

Der Brand löste jedoch auch eine Debatte über die Sicherheit in Krankenhäusern aus. Viele fragten sich, wie es zu einem solchen Vorfall kommen konnte und ob die Brandschutzmaßnahmen ausreichend waren. Die Asklepios-Klinik Altona betonte, dass sie die gesetzlichen Vorgaben erfüllte und regelmäßig überprüft wurde. Sie lobte auch das Personal für sein vorbildliches Verhalten und dankte der Feuerwehr für ihren Einsatz. Die Polizei ermittelte weiterhin gegen die mutmaßliche Brandstifterin und versuchte, ihr Motiv zu klären. Es wurde spekuliert, dass es sich um eine psychisch kranke Person handelte, die sich in der Klinik aufhielt.

Der Brand in der Asklepios-Klinik Altona war ein Ereignis, das viele Menschen bewegte und nachdenklich machte. Es zeigte die Gefahren, die in einem Krankenhaus lauern können, aber auch die Menschlichkeit, die in einer Katastrophe zum Vorschein kommt. Es war eine Lektion in Mut, Solidarität und Hoffnung.

Quellenangaben 

1 Friedrich Dürrenmatt, Die Physiker, Diogenes Verlag, Zürich, 1962, S. 9. 

2 “Brand in der Asklepios-Klinik Altona: Keine Verletzten”, Hamburger Abendblatt, 7. Juni 2023, S. 5. 

3 “Feuer in Hamburger Klinik: Verdächtige festgenommen”, NDR, 7. Juni 2023, [Online verfügbar]. 

4 “Klinik lobt Personal nach Brand”, Die Welt, 8. Juni 2023, S. 3. 

5 “Rauch über Altona: Feuer in der Asklepios-Klinik”, Hamburger Morgenpost, 7. Juni 2023, S. 4. 

“Zeitungsartikel zitieren – Anleitung für Print und Online-Artikel”, Scribbr, 18. Januar 2024, Online verfügbar. 

 

 

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