Weil sie Deutsche sind – der Feuersturm von Frankfurt am Main 1944

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Um alles Deutsche für alle Zeiten zu vernichten, führte der Kriegsverbrecher und Deutschenhasser Churchill eine Zerstörungspolitik für Deutschland ein. Alle Deutschen sollten sterben. Alles Deutsche aus der Geschichte ausgemerzt werden. Ein erprobtes Vernichtungsmittel waren völkerrechtswidrige Massenbombardierungen deutscher Städte, um durch Brandbomben und Napalm möglichst viele unschuldige Deutsche bestialisch zu töten. Eine dieser Städte war Frankfurt am Main.

[…] „Wir werden das Dritte Reich von Anfang bis Ende geißeln. Wir bombardieren Deutschland Stadt für Stadt und immer schrecklicher, um es ihr unmöglich zu machen, den Krieg fortzusetzen. Das ist unser Ziel; wir werden es unermüdlich verfolgen.“[…]

Bomber Harris

Lage und Kriegsbedeutung

Die Stadt Frankfurt a.M. zählt zu den fünf größten Städten im Reichsgebiet, zu der bevölkerungsreichsten in Hessen. 1939 zählte sie an die 339.000 Einwohner. Durch die Zerstörungen der Luftangriffe sank die Zahl auf 230.000 Einwohnern, wobei die Hälfte hiervon angesichts des durch die Luftangriffe zerstörten Wohnraumes obdachlos wurde.

Stolze 17 Millionen Kubikmeter Schutt bedeckten das Stadtgebiet Frankfurt a. M.

Frankfurt a.M. war Standort kriegswichtiger Betriebe wie […] Hoechst, VDM (Heddernheimer Kupferwerk), Adlerwerke, Hartmann & Braun sowie Telefonbau und Normalzeit (T&N) […]. Aufgrund der Wichtigkeit dieser Betriebe und deren Arbeitskräfte wurde die Stadt in der höchsten Zivilschutzklasse eingestuft und der Zivilschutz entsprechend ausgebaut.

Zivilschutz

Bereits ab 11/1938 ließ die Stadt Flugblätter an die Bevölkerung verteilen, in denen für den Ernstfall alle Schutzräume, Sammelplätze und Orte verzeichnet waren, die bei Luftalarm aufgesucht werden sollten.

Ab 1940 wurde es Hausbesitzern zur Auflage gemacht, in ihrem Keller Schutzräume mit Mauerdurchbrüchen zum Nachbarhaus einzurichten. Verstöße gegen die Auflage wurden empfindlich bestraft.

Bis Ende 1939 wurden 200 öffentliche Luftschutzräume fertiggestellt. Bis 1943 waren 243 Luftschutzbunker fertiggestellt worden.

Luftangriffe auf Frankfurt a.M.

Angesichts der zahlreichen kriegswichtigen Betriebe, die um Frankfurt a.M. stationiert waren, galt die Stadt als ein Hauptangriffspunkt für feindliche Luftangriffe, die sodann auch einsetzten. Wurde die Stadt anfangs von feindlichen Fliegerverbänden lediglich überflogen, die andere Deutsche Großstädte bombardierten, galt die Aufmerksamkeit von Bomber Harris später nun dieser Deutschen Stadt, die dem Erdboden gleichgemacht werden sollte.

Die ersten Luftangriffe fanden ab 06/1940 statt und richteten nur kleinere Schäden an. Dies sollte sich bald gewaltig ändern. Von 1941 bis zum 04.10.1943 folgten weitere Luftangriffe, die Schäden verursachten und Opfer forderten. Dies war aber nichts im Vergleich zu anderen Deutschen Städten, die bedeutende Zerstörungen und zivile Verluste zu erleiden hatten, womit ich aber die Schäden und Opfer der Stadt nicht schmälern will.

Erster Großangriff vom 04.10.1943

Der erste Großangriff auf die Stadt erfolgte von ca. 21.00 h – 23.00 h mit 269 Bombern, die 16.000 Brand- und 4.000 Sprengbomben über der Stadt abwarfen. Hinzu kamen 650 Luftminen sowie 217.000 Stabbrandbomben sowie 16.000 Phosphorbomben. 

Es galt, einen Feuersturm wie in Hamburg zu entfachen. Wie in Hamburg, wurde die Altstadt bombardiert, da dort Fachwerkhäuser standen, die sich sehr leicht entzündeten. 

Wie bei allen Bombardierungen von Deutschenhasser Harris wurde hier nach zuvor bewährten Mitteln vorgegangen, wieder wurde in Dresden, Hamburg und Darmstadt ein Feuersturm entwickelt. 

Zuerst folgte die Markierung von Zielen mit Leuchtmunition, danach der Abwurf von Sprengbomben auf die Stadt, um die Hausdächer zu zerstören.  Sind diese zerstört und die Häuser schutzlos, verrichten Brandbomben ihr Werk.

Binnen einer Stunde standen die Häuser der Stadt in Flammen. Allerdings konnte ein Feuersturm nicht entzündet werden. Die Löscharbeiten zogen sich über Tage hin, die Zerstörungen in der Stadt waren gigantisch.

[…] In der Alten Gasse, der Großen Friedberger Straße, der Friedberger und der Obermainanlage, im Zoologischen Garten, am Ostbahnhof, rund um den Ostpark, an der Hanauer Landstraße, im östlichen Sachsenhausen und in Oberrad brannten ganze Straßenzüge durch die Einwirkung von Brandbomben nieder. Kleinmarkthalle und Großmarkthalle wurden schwer beschädigt. 

In der Altstadt trug vor allem das nach dem Großen Christenbrand 1719 errichtete Viertel zwischen Neue Kräme, Liebfrauenberg, Tönges-, Trier- und Hasengasse schwerste Schäden davon.

529 Menschen starben, zahlreiche weitere wurden schwer verletzt. In Oberrad kamen 108 Menschen ums Leben. […]

Zweiter Großangriff vom 29.01.1944

Zwischen dem ersten und dem zweiten Großangriff gab es noch weitere Luftangriffe, die bedeutende Schäden anrichteten und Opfer forderten. 

Dieser Luftangriff mit 869 Bombern erfolgte am Tage und forderte 900 Todesopfer. Zahlreiche Gebäude und Wohngebäude wurden durch die Bomben zerstört und machten an die 25.000 Einwohner schlagartig obdachlos.

Die städtische Infrastruktur wurde schwer getroffen und zerstört. Es gab weder Wasser, Strom noch Gas, die Strassen waren mit Bombentrichtern übersät, ein Durchkommen nicht mehr möglich.

Dritter Großangriff am 18.03.1944

Nach dem Ende des zweiten Großangriffes gingen die Luftangriffe auf die Stadt weiter. Gegen 21.31 h bombardierten an die 900 Bomber vorwiegend die Altstadt, die gänzlich zerstört wurde.

421 Menschen starben, 50.000 Menschen waren obdachlos. Die Paulskirche erlitt schwere Schäden:

[…] „Und dann plötzlich ein dumpfer, nie gehörter, jedes andere Geräusch verschlingender Schlag. Es ist, als ob die Erde birst. Die noch brennenden Teile des Daches stürzen, wie oben abgesprengt, in die Kirche hinein, schlagen die auf Säulen ruhende Empore mit ihren 1200 Sitzplätzen herunter, die brodelnde, glühende Masse begräbt das Kirchenschiff unter sich, drückt die Asbestwände zum Turm wie Pappdeckel ein, und setzt nun auch das Innere des Turmes in Flammen. 

Wie in einem ungeheuren Kessel kracht und platzt und kreischt es in den Ohren der vor Entsetzen stummen Mannschaft der Schutztrupps, der sich draußen in Ecken und Winkeln der Rathausmauern zusammendrückt. Wie eine Riesenfackel steht die Feuerlohe über der Stadt und greift in den blutroten Himmel hinauf.[…]

Der Feuersturm vom 22.03.1944

900 Bomber brachten beim vierten Großangriff gegen 21.45 h den Todesstoß für die ohnehin schon schwer verwundete Stadt. In der Altstadt brach ein Feuersturm aus, der sich seinen zerstörerischen Weg durch die Stadt fraß und alles und jeden anzog, der sich ihm in den Weg stellte.

Ein gigantischer, glühend heißer Wind fegte durch die Straßen, entzündete alles Brennbare, zog durch die unglaubliche Windstärke Menschen, Autos, einfach alles in sich hinein.

Menschen saßen in ihren Kellern der Altstadt fest, sie konnten wegen der Hitze des Feuersturmes nicht aus den Kellern. Der Sturm fraß den gesamten Sauerstoff, der den Menschen förmlich aus ihren Lungen heraus gezogen wurde. Viele Menschen starben in den Kellern, zerkocht zu einer schwarzen Fettmasse.

Allerdings konnten sich auch viele Menschen unterirdisch durch die Mauerdurchbrüche vor dem oben tobenden Feuerorkan bis zum Main retten. 800 Eingeschlossene aus dem Römerkeller konnten sich so vor dem Feuer in Sicherheit bringen.

[…] „Gerade gießt meine Frau die erste Tasse ein, als die wenigen Sirenen, die den Samstag überstanden, ziemlich kläglich Voralarm heulen. Ein Blick vom Balkon zeigt viele Scheinwerfer vor einem hellen dunstigen Nachthimmel. Eine Kaskade von grünen und weißen Funken schwebt hernieder, anscheinend geraden Wegs auf unser Dach zu. 

Im gleichen Augenblick krachen die ersten Bomben, ohne dass man sie pfeifen hört. […] Bombe um Bombe rast hernieder, wohl zehn Minuten lang. Das gewaltige Haus schwankt wie ein Trunkener, durch die Fensterlöcher kommt mit dem Staub erstickender Rauch, auch flackernde Helle. Das Hinterhaus brennt. […]

Wir eilen die Hoftreppe hinunter, zum Luftschutzkeller! Ein Blick nach oben: das Zwerchhaus brennt ebenfalls – das hohe Atelier mit den drei lichten Bogenfenstern, […] Schon kracht’s von neuem. Die zweite Welle ist heran. Wieder Bombe um Bombe in nächster Nähe.[…]

Ich stehe hoch oben am Flurfenster und schaue gegen Norden, Westen und Osten über die Stadt. Alles brennt! Wie glühende Sauriergerippe leuchten die Dachsparren vieler Häuser an der Zeil, an der Eschenheimer Straße, das Palais Thurn und Taxis! Da flammt auch der Turmhelm von Sankt Katharinen, das Dach der Peterskirche! Alt-Frankfurt stirbt! […]

Mitten auf der Brücke stehen wir, unter dem Kreuz des Brückenhahnes. […] Die Hitze ist so stark, dass ich den Mantel ausziehe. […] Eine himmelhohe Feuerwolke treibt über den Dächern zum Main, getrieben vom Feuersturm. Der klingt wie ein tiefer, rauschender Orgelton. Es heult, kracht, knallt, knattert, pfeift, rasselt, knackt. Dazwischen erschüttern die Explosionen der Zeitzünder. Es ist genau zehn Uhr dreißig. 

Die hohen Häuser am Mainkai, zwischen Fahrgasse und Kleiner Fischergasse, stürzen zusammen, verschwinden wie Kulissen. Der tosende Lärm ringsum ist so ungeheuer, dass man ihren Fall überhaupt nicht hört. Nun steht der Dom hoch und frei über dem Main, über der alten Brücke. […] Noch niemand hat ihn so gesehen. […] Die Spitze verschwindet in waberndem Qualm. […] Wo sind nur die Menschen geblieben? Warten sie immer noch in den Kellern auf die Entwarnung, die die zerstörten Sirenen nicht mehr geben können?“[…]

1.000 Menschen starben, 120.000 wurden obdachlos. 9.000 Einzelbrände wurden gezählt. Bis zum Kriegsende gingen die Luftangriffe weiter. Insgesamt wurden 75 Luftangriffe auf die Stadt gezählt.

Die Stadt wurde wieder aufgebaut, allerdings erhielt die Altstadt ein gänzlich anderes Stadtbild als vorher. Die gesamte alte Fachwerkstruktur der Altstadt ging durch die Luftangriffe und dem Feuersturm für alle Zeiten unwiderruflich verloren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Frankfurt_am_Main#Vorbereitung_auf_den_Luftkrieg

Jeweils abgerufen am 29.08.2022

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