Weil sie Deutsche sind – Der Feuersturm von Braunschweig vom 15.10.1944

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 Um alles Deutsche für alle Zeiten zu vernichten, führte der Kriegsverbrecher und Deutschenhasser Churchill eine Zerstörungspolitik für Deutschland ein. Alle Deutschen sollten sterben. Alles Deutsche aus der Geschichte ausgemerzt werden. Ein erprobtes Vernichtungsmittel waren völkerrechtswidrige Massenbombardierungen deutscher Städte, um durch Brandbomben und Napalm möglichst viele unschuldige Deutsche bestialisch zu töten. Eine dieser Städte war Braunschweig.

[…] „Wir werden das Dritte Reich von Anfang bis Ende geißeln. Wir bombardieren Deutschland Stadt für Stadt und immer schrecklicher, um es ihr unmöglich zu machen, den Krieg fortzusetzen. Das ist unser Ziel; wir werden es unermüdlich verfolgen.“[…]

Bomber Harris

Lage und Wirtschaft

Braunschweig beherbergte zu Kriegsbeginn an die 202.000 Einwohner, nach Kriegsende knapp noch an 149.000. 1945 war so gut wie jedes Haus der Stadt beschädigt. Die Stadt war ein bedeutender Wirtschafts-, Rüstungs- und Forschungsstandort, daher kriegswichtig.

Ab 1930 wurde die Stadt zu einem Zentrum der deutschen Rüstungsindustrie umgebaut und bedeutende deutsche Rüstungsfirmen dort angesiedelt. Diese Industrien zogen natürlich Arbeitskräfte in die nun aufblühende Stadt, die sich dort häuslich niederließen und Familien gründeten. Es entstanden im Laufe der Jahre neue Stadtviertel um die Industriestandorte herum.

Fast sämtliche deutschen Rüstungsbetriebe mit Rang und Namen waren mit Standorten in Braunschweig vertreten: 

Büssing, Schuberth-Werke, Braunschweigische Maschinenbauanstalt), Karges & Hammer, Wilke-Werke, Wullbrandt & Seele, Lanico, Selwig & Lange, Siemens & Halske Eisenbahnsignal-Bauanstalt Max Jüdel & Co. Franke & Heidecke und Voigtländen. Diese kriegswichtige Industriestandorte waren die Ziele der 42 feindlichen Luftangriffe auf Braunschweig.

Doch nicht nur die Rüstungsindustrie fand eine zentrale Heimat, sondern auch der Forschungssektor. Zwischen 1936 und 1939 fanden vier neue Institute der Technischen Hochschule Braunschweig ihren Standort in der Stadt, nämlich Institute für Flugzeugbau, Triebswerkslehre, Aerodynamik und Luftfahrtmesstechnik; diese Institute waren selbstverständlich hervorgehobene Ziele von Luftangriffen.

Wo Luftfahrttechnik entwickelt und getestet wird, siedeln sich auch Flugplätze und die Luftwaffe an, so auch hier. Auch diese waren Ziele von feindlichen Angriffen.

Zivilschutz

Braunschweig wurde aufgrund seiner wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bedeutung seit 1943 mit einem sehr starken, 100 Geschützen umfassenden, beim Feind gefürchteten, Flakteppich umgeben. Feindliche Luftangriffe konnten daher nur mit schweren eigenen Verlusten für den Gegner stattfinden. 

Zur direkten Feindabwehr in der Luft waren um Braunschweig zahlreiche Fliegerabwehrstaffeln stationiert, die den Feind bekämpfen konnten.

Doch auch die Zivilbevölkerung galt es vor feindlichen Luftangriffen und deren Auswirkungen zu schützen.

Luftangriffe auf Braunschweig

Es fanden insgesamt 42 englische und amerikanische Luftangriffe auf Braunschweig statt. Deutschenhasser Harris zog Braunschweig nicht wegen der wirtschaftlichen und rüstungswirtschaftlichen Bedeutung gegenüber anderen Zielen vor, sondern wegen der Bedeutung als zivile Wohnlage für Arbeiter der Rüstungsindustrie. Wären die Wohnungen für die Arbeiter schlagartig zerstört, hätten die deutschen Rüstungsbetriebe keine Arbeitskräfte mehr zur Produktion, so Harris.

Luftangriff vom 15.10.1944

Die Feindstaffel mit 233 Bombern startete in England um 23.00 h. Um 01.22 h heulten in Braunschweig, Hannover und Umgebung die Luftschutzsirenen. Die Bürger waren dies bereits durch zahlreiche Vorangriffe gewohnt, sie kannten die Abläufe. 

885 heulten bereits vorher die Luftschutzsirenen, es fanden aber bislang nur sehr wenige Luftangriffe statt. Meistens war es Fehlalarm, die Bomber drehten zu anderen Städten ab. 

Eiligst, aber geordnet, strömte die Bevölkerung in ihre Luftschutzbunker oder Kellern. Viele dachten sicherlich, dass dies ein gewohnter Fehlalarm sei. Oder aber ein Luftangriff wie jeder andere zuvor.

Sie sollten sich bedauerlicherweise irren, dieser Angriff stellte den Todesstoß für die wunderschöne alte Fachwerkstadt dar.  Braunschweig war weltberühmt für seine 2.000 Fachwerkhäuser. Die gesamte Stadt bestand wahrlich aus Holz, altes, trockenes Holz – das ideale Ziel für Brandbomben; dies wussten auch die Massenmörder und Deutschenhasser Churchill und Harris.

Die Einwohner Braunschweigs glaubten, in ihren (Holz)-Kellern vor den Bomben in Sicherheit zu sein. Sicherlich, vor Druckwellen; aber nicht vor Brandbomben.

List und Tücke…

Mit Scheinangriffen auf andere deutsche Städten sowie dem Abwurf von Metallstreifen wurde einerseits die deutsche Luftabwehr, andererseits das deutsche Radar getäuscht. Die deutsche Luftabwehr wusste daher nicht, mit welcher Stärke genau die Engländer angreifen würden.

Bomber Harris verfügte bereits über reichlich Erfahrung bei der Bombardierung von deutschen Städten. Wie bei allen Bombardierungen von Deutschenhasser Harris wurde hier nach zuvor bewährten Mitteln vorgegangen, wieder wurde wie in Dresden, Hamburg und Darmstadt ein Feuersturm entfacht. 

Zuerst folgte die Markierung von Zielen mit Leuchtmunition, danach der Abwurf von Sprengbomben auf die Stadt, um die Hausdächer zu zerstören.  Sind diese zerstört und die Häuser schutzlos, verrichten Brandbomben ihr Werk. Diese entfachen sodann das Holz in den einzelnen Häusern, der Wind und die Temperatur entfacht einen Feuersturm, der alles auf seinem Vernichtungswerk vernichtet. Material, Häuser, Menschen, Tiere. Alles.

Im Südwesten der Stadt, bei den Rüstungswerken, lag der Hauptangriffspunkt des Feinde. Dort wurde bevorzugt bombardiert. 

01.50 h – der Untergang von Braunschweig….

Nachdem die Brände im Südwesten lodderten, die Rüstungsbetriebe in lichterlohen Flammen standen, gab es in Braunschweig Entwarnung. Allgemeines Aufatmen bei den Menschen in den Bunkern – ; doch gegen 01.50 h, knapp 15 Minuten später,  heulten die Luftschutzsirenen erneut.

Was die Braunschweiger nun erleben sollten, ging als der “Untergang von Braunschweig” in die Geschichte ein. Binnen 40 Minuten verwandelten tausende Brandbomben die Stadt in einem einzigen Flammenmeer. Alles, was brennbar war, brannte in dieser Stadt!

200.000 Phosphorbomben erzeugten in der Stadt einen Feuersturm, der alles vertilgte, was sich ihm in den Weg stellte. Durch den Orkan wurden Menschen einfach in die Flammen hinein gerissen. Menschen in den Kellern oder den Bunkern der Stadt die Luft aus deren Lungen gezogen, Menschen in den Bunkern, die nicht mehr entfliehen konnten, zu Fett zerkocht.

Die Stadtchronik bezeugt hierzu:

[…] 15. Oktober 1944

  1. Luftangriff um 2.20 bis 2.45. Die Innenstadt zum weitaus größten Teil vernichtet. Insbesondere die altertümlichen Fachwerkhäuser bis auf den Grund niedergebrannt. Von Altstadtrathaus und Gewandhaus sind nur noch die Umfassungsmauern erhalten geblieben. Von den steingebauten Patrizierhäusern blieben nur noch Trümmer erhalten. 

Dom und Michaeliskirche nur wenig beschädigt. Alle übrigen alten Kirchen stark mitgenommen, am meisten St. Andreas, St. Katharinen und besonders die Brüdernkirche. Die Martini-, St. Andreas-, St. Katharinenkirche verloren ihre Turmspitzen. Die Nicolaikirche wurde völlig zerstört. 

Das Ministerialgebäude und das neue Rathaus wurden ziemlich schwer beschädigt. Schwerste Beschädigungen auch in den Industrie- und Wohnvierteln der Außenstadt. Vielfach sind ganze Straßenzüge unbewohnbar geworden. 

Zahl der Toten nach den letzten Zeitungsnotizen (26. Oktober, 01. November, 04. Dezember) 596 Deutsche und 37 Zwangsarbeiter (in Wirklichkeit wahrscheinlich erheblich mehr, weil ihnen der Zugang zu Luftschutzmaßnahmen verwehrt wurde). Totenlisten veröffentlicht am 20. , 25. und 28./29. Oktober sowie am 01./10. November und 04. Dezember.

Unter den Toten des 32. Luftangriffs befinden sich die Opernsängerin und Schauspielerin Käthe Fenner und wahrscheinlich auch der Opernsänger Maximilian Gral. Beisetzung der Gefallenen auf dem Ehrenfriedhof am Brotweg am 23. Oktober und 01. November. Gedenkfeier im Dom und auf dem Schlossplatz am 29. Oktober.[…]

Noch aus 90 km Entfernung waren die Flammen der brennenden Stadt zu sehen! Feuerwehren und Rettungskräfte aus oft hunderten Kilometern Entfernung kamen den in ihren Schutzräumen Eingeschlossenen zur Hilfe.

23.000 Braunschweiger konnten mithilfe einer Wassergasse aus ihren Bunkern gerettet werden. 

Offiziell sollen alleine in dieser Nacht 1.000 Menschen gestorben sein. Die wahre Opferzahl liegt wahrlich höher.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bombenangriff_auf_Braunschweig_am_15._Oktober_1944#Forschungs-_und_R%C3%BCstungsstandorte_und_um_Braunschweig

https://www.braunschweig.de/leben/stadtportraet/geschichte/kemenatenausstellung/eg10.php

https://www.braunschweig.de/leben/stadtportraet/geschichte/stadtchronik.php?id4=1944&seite=3

Jeweils abgerufen am 29.07.2022

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