Katastrophen der Menschheit: Raffinerieexplosion von San Juanico am 19.11.1984

Lesezeit 2 minutes

Katastrophen geschehen nicht einfach. Sie sind meist eine Verwicklung von unglücklichen Umständen, von menschlichem und technischem Versagen. Ein defektes Gasventil, funktionsunfähige Gasmelder und eine zu nahe Wohnbebauung an die Raffinerie, führten gemeinsam zum Tod von 500 Menschen; 7000 Verletzten und ca. 1.400 beschädigten Wohngebäude in Mexiko City.

Ausgangslage

Die kleine Stadt San Juanico liegt nördlich von Mexiko City, der Hauptstadt des Staates Mexiko. Am Stadtrand von Mexiko City gelegen sind auch die Armutsslums. Die genaue Einwohneranzahl dieser Wohngebiete kann naturgemäß nicht ermittelt werden.

Die meisten Einwohner von San Juanico arbeiten in der sich in der Nähe befindlichen Raffinerie. Sie ist der größte Arbeitgeber um Mexiko City.

Die Katastrophe

Im Verlauf des 19.11.1984 versagte ein Sicherheitsventil, das den Erdgas-Druck in ein 20 cm breites Gasrohr regeln sollte dergestalt, dass nun permanent hoher Druck in dieses Rohr gepresst wurde. Arbeiter meldeten einen Gasgeruch, dennoch wurde die Ursache des Lecks nicht ermittelt.

Im Laufe der Stunden konnte das Rohr den erhöhten Druck nicht mehr standhalten und platzte gegen 05:30 h; so konnte nunmehr unkontrolliert Gas auf das Raffineriegelände sowie um die Arbeiterhütten in der Nähe austreten. Das Gas erreichte letztendlich die Gasfackel und entzündete sich. Was folgte, ist unfassbar.

Durch den Brand erhitzten sich Flüssiggastanks und explodierten. Gegen 05:46 h explodierte einer der riesigen sechs Haupttanks mit Erdgas, so dass unkontrolliert 2400 Kubikmeter Gas austreten konnte. Rasch standen vier Wohnblocks in der Stadt San Juanico lichterloh in Flammen.

Die Detonation wurde in der nahen Universität mit einer Stärke von Fünf auf der Richterskala gemessen.

Rasch explodierten weitere Haupttanks, der letzte gegen 11.00 h. Wie viele Menschen in den Slums starben, ist bis heute unbekannt. Amtlich bestätigt wurden 5.000 Tote und 7.000 Verletzte.

Der Grund des Ventilversagens konnte nie geklärt werden. Das Unglück war nicht das einzige im Laufe der Jahre in dieser Raffinerie. Dies war Grund für die Regierung, eine 100 m Schutzzone um die Raffinerie ziehen zu lassen, auf der keine Wohnbebauung mehr möglich war, um weitere Katastrophen wie diese zu verhindern.

Ursprünglich war weit um die Raffinerie keine Wohnbebauung vorhanden. Im Laufe der Jahrzehnte bauten Arbeiter jedoch Wohnungen in der Nähe der Raffinerie, um schneller zur Arbeit zu kommen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Raffinerie-Katastrophe_in_San_Juanico_1984

https://de.wikipedia.org/wiki/PEMEX#Unf%C3%A4lle

jeweils abgerufen am 24.05.2022

*****************************************************************************

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Haben Sie Fragen oder Anregungen?

Nehmen Sie Kontakt über das Chatfenster auf, oder schreiben Sie eine Mail:

admin@wahrheitschecker.de

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!