Katastrophen der Menschheit:  Brand im Nachtclub COLECTIV/Bukarest am 30.10.2015

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Katastrophen geschehen nicht einfach. Sie sind meist eine Verwicklung von unglücklichen Umständen, von menschlichem und technischem Versagen. Brennbares Material, ungenügende Feuerschutztechnik, ungenügender Brandschutz, am Brandschutz desinteressierte und korrupte Stadtverwaltung, trugen Mitschuld an einem Clubbrand in einer Disco in Rumänien, 147 Jugendliche wurden durch den Brand schwer verletzt. 

Man könnte anhand dieses Falles und vergangener Fälle von Discobränden eine Checkliste von Umständen zur Katastrophe erstellen und nur noch die Punkte abhaken. Auch diese Disco war mit Gästen weit über ihrer Betriebserlaubnis belegt. Angemeldet und behördlich zugelassen waren lediglich 80 Gäste; diese Zahl wurde am Ereignistag weit überschritten.

Und wie in bislang ähnlich behandelten Katastrophen von Discobränden wurde wieder eine Pyroshow auf der Bühne entfacht, die die Wandverkleidungen in Brand setzte.

Wie in “The Station” und im Nachtclub “KISS” standen die Wände und die Decke der Bühne in Flammen, Dicker Raum zog sofort durch den überfüllten Raum, das Feuer bahnte sich von der Bühne entlang der Decke und den Wänden binnen Sekunden ihren Weg sämtlichen Wänden und der Decke entlang.

Pharmaskandal

Eigentlich kamen die 64 späteren Toten mit Verletzungen in den umliegenden Krankenhäusern; dort verstarben sie allerdings an MRE-Keimen. Es stellte im Nachgang heraus, dass die in den Krankenhäusern genutzten Desinfektionsmittel von den Herstellern vorsätzlich zur Gewinnmaximierung verwässert wurden und daher nutzlos waren.

Hergang

Am Ereignistag trat die Band “Goodby To Gravity” auf, und nutzte ein nicht genehmigtes Pyrofeuer auf der Bühne, das die mit brennbaren Materialien verkleidete Wände gegen ca. 22.30 h entzündete. Der durch den Brand entstehende Rauch löste unter den Anwesenden eine Massenpanik aus.

Glücklicherweise konnte dieses Unglück keine Toten vorweisen. Durch den mit diesem Fall verwickelte Pharmaskandal verstarben allerdings 64 Besucher im Krankenhaus.

Später zeigte sich wieder eine grauenhafte Brandschutzvorbeugung im Club. Dieser besaß “selbstverständlich” keine Sprinkleranlage und nur einen Notausgang, der zugleich der Eingang war. Und “selbstverständlich” bestand die gesamte Wandverkleidung im Club aus brandfördernden Verkleidungen.

Bei der Genehmigung wurde kräftig geschummelt, wie oben bereits erwähnt, wurden nur 80 Gäste angemeldet, und diese Anzahl auch behördlich genehmigt.

Und selbstverständlich durfte behördlicherseits – wie in fast allen Fällen – keine Pyrotechnik im Club eingesetzt werden.

All diese Mängel führten nicht zum Entzug der Genehmigung. Diese Mängel waren den zuständigen Behörden sogar bekannt; doch sie griffen nicht ein. Beim späteren Prozess wurde bekannt, dass hier offene und erwiesene Korruption im Spiel war. Die drei Besitzer wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. 

Dieser Fall verursachte auch ein politisches Erdbeben; die Regierung trat noch am Ereignistag nach landesweiten Massenprotesten, ausgelöst durch den Brand, zurück.

https://de.wikipedia.org/wiki/Brandkatastrophe_in_Bukarest_2015

jeweils abgerufen am 11.05.2022

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