Vermisst auf See: George Smith am 05.07.2005

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Kreuzfahrten sind sehr beliebt, jedes Jahr werden steigende Passagierzahlen von den Reedereien vermeldet. Gerade bei jungen oder älteren Menschen sind Kreuzfahrtschiffe beliebte Orte, um einerseits zu feiern, andererseits eine ruhige Seereise zu erleben.

Kreuzfahrtschiffe gelten als schwimmende Städte der See. Kaum jemand der  Reisenden weiß allerdings, dass auf diesen schwimmenden Städten, ebenso wie auf dem  Festland, auch Kriminalität existiert, Morde geschehen und Passagiere spurlos verschwinden können. Es geschehen Morde. Unfälle und Suizide. Passagiere fallen über die Geländer und verschwinden spurlos auf See.

Für die Angehörigen beginnen nach Bekanntwerden der Ereignisse grauenhafte Jahre auf der Suche nach der Wahrheit und nach dem Schuldigen. Genauso wie in diesem Fall.

Der Fall 

Nach seiner Heirat befand sich George Smith auf dem Kreuzfahrtschiff  MS Brilliance of the Seas auf Hochzeitsreise. Er verschwand unter sehr verdächtigen Umständen am 05.07.2005 spurlos.

Gemäß den vorgefundenen Tatortspuren soll George Smith in seiner Kabine ermordet und über Bord geworfen sein. Ende Juni 2006 zahlte die Reederei den Angehörigen Schadenersatz. Das FBI untersuchte den Fall, konnte allerdings keine sinnvolle Umstände finden, die das Verschwinden endgültig klären konnten.

Verdächtig auch, dass seine Witwe im Jahre 2006 seitens der Reederei nochmals eine Zahlung von 1.1 Millionen Dollar erhielt. Die Angehörigen George Smith forschen noch heute nach weiteren Umständen des Todes ihres Sohnes.

[…] Im mysteriösesten Fall der vergangenen Jahre, dem des George Allen Smith, spülte die Crew der „Brilliance of the Sea“ Blutspuren weg. Wie auch Professor Klein die Begebenheiten in der Nacht zum 5. Juli 2005 vor gut zwei Jahren dokumentiert, war der US-Amerikaner in der alkoholschwangeren Hochzeitsnacht gar nicht erst im Bett seiner Frischvermählten gelandet.

Stattdessen wurde er zuletzt volltrunken gesehen, gestützt durch einige Trinkgenossen, und danach nie wieder. Ob das Blut auf dem Sims vor der Kabine des Paares von ihm stammte, wurde nicht festgestellt. Die Ermittlungsbehörden ließen die Spuren nicht sichern.[…]

Ständig verschwinden Menschen von Kreuzfahrtschiffen

Leider ist auch dieser Fall tragisch, die Angehörigen werden sich zeitlebens fragen, was genau geschehen war – und wer daran Schuld trägt. Sie werden es leider nie erfahren. Es ist unglaublich, aber ständig verschwunden auf Kreuzfahrtschiffen Menschen spurlos. Doch dieser Umstand wird gewollt verschwiegen. Die Reederei unternehmen alles, dass nach einem Verschwinden vom Sicherheitsdienst sämtliche Spuren des verschwundenen Passagiers im System gelöscht werden. Tatorte werde schnellstens gereinigt, Personal eingeschüchtert, kein falsches Wort zu sagen.

Die Angehörigen werden mit Beschwichtigungen ruhig gestellt. Doch warum? Nun, es ist wieder einmal das Geld. Liegeplätze in Häfen kosten Geld, viel Geld. Wird das Verschwinden eines Passagiers publik, muss die örtliche Polizei gerufen werden, die natürlich das Schiff durchsucht und – wenn Spuren gefunden werden – den Tatort sichert.

Bis dieser behördlich wieder freigegeben wird, kann es Tage dauern. Polizei an Bord beunruhigt die Passagiere, es werden unbequeme Fragen gestellt. Die zusätzliche Liegezeit kostet, die Kreuzfahrt verlängert sich, Passagiere verpassen ihre Flüge, und das Personal muss über Vertragslaufzeit länger bezahlt werden.

Das alles kostet der Reederei Geld. Also ist es billiger, das Verschwinden von Passagieren gar nicht erst im Hafen zu melden. Das klingt kalt und gefühllos, läuft aber derartig täglich auf Kreuzfahrtschiffen ab.

https://en.wikipedia.org/wiki/Disappearance_of_George_Smith

https://www.welt.de/reise/article1330577/Letzte-Ferien-verschollen-auf-dem-Luxusliner.html

Abgerufen am 18.10.2020 um 18.00 h

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