Fake-Virus: Weinerlicher Flehbrief des Kreis Heinsberg an Großmacht China

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Die aktuelle Lage lässt so manchen Menschen verzweifeln und in tiefe Depressionen versinken. Das Eingesperrtsein vereinsamt den Menschen und lässt verzweifelte Gedanken entstehen. Die Gefühle fahren Achterbahn, die Verzweiflung lässt so Manchen in die Tasten des PC hauhen und flehentliche Briefe versenden, die man später nach Absendung bedauert. Doch raus ist raus.

Nicht anders kann man sich den weinerlichen Brief des Heinsberger Landrates Kusch erklären, der dieser Tage ein Flehbrief an China versandte:

“Willst Du mein Freund sein? Bitte, bitte, darf ich mitspielen?”

In diesem im unterwürfigen Ton gehaltenen verzweifelten Brief an China betont Kusch die Gemeinsamkeiten des Kreis Heinsberg mit China im Kampf mit dem “unsichtbaren Feind”, wobei sich Kusch mit der globalen Bedeutung Chinas gleichsetzt.

Selbstverständlich darf im Flehbrief kein Trump-Bashing fehlen, denn der amerikanische Präsident hat es gewagt, den Fake-Virus ausgerechnet “Wuhan-Virus” zu nennen, und wagt es immer noch, die amerikanischen Interessen an erster Stelle im “Kampf gegen den unbekannten Feind” zu verteidigen.

Wahrscheinlich dachte Kusch, wenn er auf dicker Hose macht, und einen Dritten virtuell anspuckt, dass China beeindruckt sei.

So dann fleht er rückgratlos China an, ob er “im Kampf gegen das Virus” international mitspielen dürfte und ob Wuhan sein Freund sei darf, eine Partnerschaft mit dem Kreis Heinsberg eingehen dürfte.

Dieser Brief zeugt von Rückgratlosigkeit, Verzweiflung und Ruf nach medialer Aufmerksamkeit, aber nicht von Interesse an dem normalen Bürger. Der gesamte Brief ist inhaltslos und in einem flehentlichen Ton gehalten.

Ich frage mich, wenn darin die Interessen des Kreis Heinsberg vertreten werden, was darin Trump-Bashing zu suchen haben? Kusch ist global gesehen unbedeutend, der Kreis Heinsberg global gesehen ein Staubkorn auf der Erde – und trotzdem biedert sich Kusch an China an. Das ist einfach peinlich!

[…]” Sehr geehrter Herr Staatspräsident Xi Jinping,

sehr geehrter Herr Ministerpräsident Li Keqiang,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

mein Name ist Stephan Pusch. Ich bin seit 16 Jahren hauptamtlicher Landrat im Kreis Heinsberg. Der Kreis Heinsberg ist ein Kreis im Westen von Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Köln. Er ist der westlichste Kreis Deutschlands, hat eine Fläche von 627,99 km² und eine Einwohnerzahl von rund 255.000.

Wir sind einer der ersten Kreise in Deutschland, der das Auftreten einer Corona-Infektion vermelden musste. Wir kämpfen seit rund vier Wochen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln als Krisenstab des Kreises Heinsberg um das Leben der Menschen im Kreis Heinsberg. Das Robert-Koch-Institut hat uns als besonders betroffenes Gebiet in Deutschland und weltweit eingestuft. Zurzeit Stand Montag, 23. März, 7.35 Uhr, haben wir etwas mehr als 1.000 infizierte Personen. Außerdem haben wir mittlerweile 21 Tote zu beklagen.

Sie werden sich sicher fragen, wie ein im politischen System der Bundesrepublik Deutschland relativ unbedeutender Mensch wie ein Landrat dazu kommt, sich an die Staatsführung der Volksrepublik China zu wenden.

Hierzu möchte ich Folgendes ausführen:

Vor einigen Tagen zeigte mir ein Mitarbeiter ein Bild, das in den sozialen Netz-werken kursiert. Auf dem Bild ist ein Ortsschild von Heinsberg zu sehen und unter dem Namen „Heinsberg“ hat jemand den Satz eingefügt „Partnerstadt von Wuhan“.

Der Urheber dieser Fotomontage wollte offensichtlich Heinsberg bzw. dem Kreis Heinsberg die Schuld am Ausbruch der Corona-Epidemie in Deutschland geben. Gleiches macht der amerikanische Präsident, wenn er öffentlich vom „Wuhan-Virus“ spricht.

Aus meiner Sicht dient dies alleine dazu, um von seinem eigenen, offensichtlich schlechten Krisenmanagement abzulenken. Ich denke, solche Schuldzu-weisungen sind das Schlechteste, was man in einer weltweiten Pandemie, die alle Völker und Nationen betrifft, machen kann. Die Menschen im Kreis Heins-berg wissen, was es heißt, gegen das Virus anzukämpfen und Menschenleben zu verlieren. Das beste Rezept zur Bekämpfung des Virus ist Mitmenschlichkeit und Solidarität.

Ich möchte daher als Landrat eines Risikogebietes den Menschen in China und insbesondere in der besonders betroffenen Provinz Wuhan meine Solidarität und mein Mitgefühl aussprechen. Chinesische Staatsbürger, die in Deutschland wohnen, haben uns vor einigen Tagen eine größere Menge Schutzmaterial wie Masken und Schutzkittel zur Verfügung gestellt. Ich fand dies in einer Zeit, in der manche Menschen meinen, sie müssten mit dem Finger auf die Menschen im Kreis Heinsberg zeigen, eine bemerkenswerte und anrührende Solidaritätsbekundung.

Aus meiner Sicht wird die Menschheit mit dem Corona-Virus nur fertig werden, wenn alle Staaten zusammenarbeiten. Die besten Wissenschaftler aller Länder müssten gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um schnellstmöglich ei-nen Impfstoff gegen das Virus zu finden. Dazu wäre ein offener Austausch un-ter den Wissenschaftlern erforderlich, damit jeder an den Forschungsergebnis-sen der anderen teilhaben kann.

„America first“ wird uns bei der Bewältigung dieser Krise nicht weiterhelfen.

Ich habe in den letzten Tagen viel darüber gelesen, mit welchen Mitteln die Verantwortlichen in China eine Bekämpfung des Corona-Virus betreiben. Da-bei wurde immer wieder betont, wie wichtig ausreichend Schutz für ärztliches Personal und Pfleger ist. Die hier vorhandenen Schutzmaterialien reichen zur-zeit nur für ein paar Tage. Soweit der Krisenstab und die Krankenhäuser hier vor Ort nicht ausreichend Schutzmaterialien besorgen können – was mehr als schwierig ist – hätte das weitreichende schwere Folgen für das Gesundheits-system im Kreis Heinsberg und für die Menschen hier. In meiner Funktion als Landrat bitte ich daher die Volksrepublik China um Unterstützung. Da Medizi-ner in China offensichtlich auch die meisten Erfahrungen im Umgang mit der Eindämmung und Bekämpfung des Corona-Virus gemacht haben, wäre mir auch an einem fachlichen Erfahrungsaustausch gelegen.

Der Kreis Heinsberg war vor der Corona-Krise ein wirtschaftlich stark aufstre-bender Landkreis mit vielen erfolgreichen Unternehmen und einer sehr gerin-gen Arbeitslosigkeit.

Ich befürchte, dass wir alle auf dieser Welt, nachdem wir das Virus medizinisch besiegt haben, noch lange brauchen werden, um unsere Wirtschaft wieder auf den Stand zu bringen, wie er vor der Corona-Krise war. Ich denke es wäre klug, jetzt auch schon an diesen Tag zu denken. Über eine Partnerschaft ent-scheidet der Kreistag des Kreises Heinsberg. Ich könnte mir allerdings gut vor-stellen, dass in der Phase des „Wiederaufbaus“ der Kreis Heinsberg und die Provinz Wuhan eine Partnerschaft eingehen. Das wäre der eindrücklichste Beweis dafür, dass eine Politik der Stigmatisierung und der Schuldzuweisung nur aus Dummheit geboren sein kann.

In der Hoffnung, dass Sie meine Botschaft erreicht und unsere Bitten wohlwol-lend geprüft werden verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Stephan Pusch[…]

https://www.kreis-heinsberg.de/aktuelles/aktuelles/?pid=5149

Jeweils abgerufen am 13.04.2020 um 11.06 h

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