Weil sie Deutsche sind – Brünner Todesmarsch

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Fronleichnamstag 31.05.1945

[…]”Der Brünner Todesmarsch war Teil der Vertreibung der Sudetendeutschen Bevölkerung Böhmens und Mährens aus ihrer jahrhundertelangen Heimat, dem Sudetenland. Er begann am 31. Mai 1945 und führte über die Gemeinde Pohrlitz an der deutsch-tschechischen Sprachgrenze bis nach Wien.”[…]

Bereits im Vorfeld der Benes-Dekrete kam es zu sog. “wilden Vertreibung” der Volksdeutschen aus der Tscheslowakei. Einfache Tschechen rotteten sich zusammen und vertrieben gewaltsam, unter Waffengewalt, ihre deutschen Nachbarn aus den Städten und Dörfern des Landes. Dieser Gewaltmarsch der Mähren war ein Teil dieser wilden Vertreibungsmassnahmen der Tschechen.

Vorbereitung

Die Planungen der Vertreibung der Mähren aus Brünn und Umgebung gingen von den Arbeitern der “Brünner Waffenwerke” aus.

[…]” Als Hauptorganisator dieses Verbrechens gilt der tschechische Stabskapitän Bedřich Pokorný. Er wechselte wenig später ins tschechische Innenministerium und gilt auch als Organisator des Massakers von Aussig vom 31. Juli 1945. Nach weit verbreiteter Ansicht handelte es sich beim „Brünner Todesmarsch” nicht um eine spontane Aktion. So vergingen 19 Tage zwischen der Rede von Präsident Edvard Beneš in Brünn am 12. Mai 1945 und dem Beginn der Vertreibung der Deutschen aus ihrer Heimat.”[…]

Die Vertreibung

Als Vorbereitung der planmäßigen Vertreibung der Deutschen in Brünn entstanden dort KZ für Volksdeutsche, in denen die Mähren, nur mit dem, was sie in der Hand tragen konnten, gejagt wurden. Dort wurden sie geschlagen, gefoltert und die Frauen vergewaltigt.

Am nächsten Morgen wurden die Deutschen aus Brünn und dem weiten Umland von den Tschechen in Kolonnen aufgeteilt und unter Prügel und Waffengewalt zur 55 km entfernten österreichischen Grenze gehetzt. Darunter Frauen, Kinder, Säuglinge,  Alte und Kranke. Männer gab es keine, diese wurden im KZ gefoltert. An der Grenze wurden die Deutschen in Pohrlitz zusammengetrieben im Juni 1945 bis nach Wien getrieben.

Zeitzeugenberichte

[…]” Am späten Abend wird die Parole ausgegeben: „Všechny nemci ven!“ „Alle Deutschen raus!“ Trupps bewaffneter Arbeiter und Partisanen eilen von Haus zu Haus, die Gewehrkolben donnern an die Türen: „Packt das Wichtigste, ihr müsst fort! In zwei Stunden müsst ihr auf dem Hauptplatz gestellt sein. 15 Kilo Gepäck, mehr nicht!“ Es handelt sich vornehmlich um Frauen, Kinder und alte Menschen, wie die Augenzeugen berichten. Die wehrfähigen Männer sind noch nicht heimgekehrt oder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft.”[…]

Jirina Borecka 

[…]”Die Männer kamen nachts. Sie rissen Helena Brislinger von ihrer Mutter weg und schleppten sie in einen Taubenstall. Auf dem stinkenden Boden stellte sich einer auf die Hände der 14-Jährigen, die anderen fielen nacheinander über sie her. Damit Helena nicht schreien konnte, hatten ihr die Männer ein Stück Holz in den Mund gedrückt.

„Wir sind den ganzen Tag marschiert. Es war schrecklich. Wir waren alle total erschöpft. Irgendwann haben wir in einer Holzbaracke auf dem nackten Boden gelagert. Ich erinnere mich – viele Kinder sind dort gestorben.“[…]

Opfer

Auch hier ist die genaue Opferzahl nicht eindeutig, je nachdem, wer die Geschichte schrieb, geht man von 20.000 bis 40.000 deutschen Opfern aus.

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