Katastrophen der Menschheit: Sarin-Anschlag in Tokio-U-Bahn 1995

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Katastrophen geschehen plötzlich und unerwartet, meist aus heiterem Himmel und brechen auf die Menschen in ihrer nahen und fernen Umgebung ein. Doch liegt fast immer menschliches Versagen der Ursache der Katastrophe zugrunde – wie auch in diesem Fall. Religiöser Wahn und das bevorstehende Weltende veranlassten Anhänger einer japanischen Endzeit-Sekte zu einem Sarin-Anschlag auf die Tokioter U-Bahn am 20.03.1995.

Hergang

Am Morgen des 20.03.1995. Tokio, Hauptstadt von Japan. U-Bahn. Sicherlich kennen Sie die Bilder aus japanischen U-Bahn-Stationen, in denen Tausende Pendler in die Bahn regelrecht gestopft werden müssen. In dieser Pendler-Masse fielen auch die fünf Männer mit Regenschirmen nicht weiter auf, die mit einer Nadel in der Regenschirmspitze die mitgebrachten Sarin-Plastik-Beutel punktierten und in der nächsten Station seelenruhig aus der Bahn stiegen und mit sich mit oben bereitstehenden Fluchtwagen in Sicherheit brachten.

Sarin

Zunächst: Was ist Sarin und wie wirkt es? Sarin ist ein Kampfgas, das im Ersten und Zweiten Weltkrieg als Nervengas eingesetzt wurde. Wie der Name bereits aussagt, liegt es in Gasform oder auch flüssig vor. Kommt dieser Stoff mit dem menschlichen Körper in Kontakt (gänzlich gleich, in welcher Form) wirkt es auf dem vegetativen Nervenzentrum. Folge sind Stuhlgang, Zittern, Krämpfe mit Atemlähmung, Einnässen usw. Durch die Atemlähmung tritt meist der Tod ein.

U-Bahn

Das flüssige Sarin verdampfte in den kontaminierten U-Bahn-Wagen und kontaminierte Tausende Pendler. Glücklicherweise starben “nur” elf Pendler, an die 9.000 wurden durch Einatmen des Gases infiziert und verletzt.

Wenig später konnten auch die Täter sowie die Hintermänner des Anschlages ermittelt werden. Es waren Anhänger der Endzeit-Sekte “Aum”.

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